Tag der offenen Moschee am 3. Oktober: KRM setzt auf Begegnung, Zusammenhalt und stärkere Zusammenarbeit*

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) lädt auch in diesem Jahr alle Menschen zum bundesweiten Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober ein. Zum 30. Mal öffnen Moscheegemeinden an diesem Tag ihre Türen und setzen ein Zeichen für Begegnung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung.

Unmittelbar vor dem Tag der Deutschen Einheit und dem Tag der offenen Moschee übernimmt Samir Bouaissa, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), zum 1. Oktober turnusgemäß die Sprecherfunktion des KRM.

Zum diesjährigen Tag der offenen Moschee erklärt Bouaissa:

„Mit unserem diesjährigen Motto ‚Moscheen als Träger der institutionellen Verfasstheit‘ würdigen wir die lange Tradition der Begegnung und heben zugleich die Bedeutung der Moscheen als gesellschaftliche Institutionen hervor. Gerade die Wahlergebnisse in den östlichen Bundesländern führen uns vor Augen, wie wichtig es ist, als Gesellschaft zusammenzustehen und gemeinsam Verantwortung für unsere freiheitliche demokratische Ordnung und die sie tragenden Institutionen zu übernehmen. Unsere Moscheegemeinden sind bereit, diese Verantwortung mitzutragen und das gesellschaftliche Miteinander aktiv mitzugestalten.“

Bundesweit laden Hunderte Moscheegemeinden der im KRM zusammengeschlossenen Religionsgemeinschaften sowie weitere Moscheegemeinden Bürgerinnen und Bürger zu Begegnung, Austausch und gegenseitigem Kennenlernen ein.

Bouaissa betont: „Der 3. Oktober steht für die Einheit unseres Landes und zugleich für die Begegnung seiner Menschen. Moscheen gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft. Sie sind Orte des Glaubens, der Nachbarschaft, des Engagements und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Als vor Ort verankerte und mit anderen gesellschaftlichen Akteuren vernetzte Institutionen leisten sie einen wesentlichen Beitrag, der weit über die eigenen Gemeinden hinausreicht. Ich rufe unsere Moscheegemeinden dazu auf, ihre Türen weit zu öffnen, und lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung zu nutzen. Gerade in herausfordernden Zeiten müssen wir mehr miteinander und weniger übereinander reden.“

Mit seiner Sprecherschaft verbindet Bouaissa zugleich das Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb der muslimischen Gemeinschaft auch über den KRM hinaus weiter zu intensivieren. Der Austausch zwischen den muslimischen Religionsgemeinschaften soll ausgebaut, bestehende Kooperationen sollen vertieft und gemeinsame Anliegen stärker gebündelt werden. Zugleich soll der Dialog mit Politik, anderen Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft weiter gestärkt werden.

Der Koordinationsrat der Muslime bildet den gemeinsamen Rahmen seiner Mitgliedsverbände für zentrale Fragen muslimischen Lebens in Deutschland. Ihm gehören derzeit folgende islamische Religionsgemeinschaften an:

  • Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)
  • Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD)
  • Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD)
  • Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)
  • Zentralrat der Marokkaner in Deutschland (ZRMD)